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Browser Edge 154.0 Neuerungen im Überblick

Browser Edge 154.0 – das sind die Neuerungen

Microsoft hat den Browser Edge 154.0 im Stable-Kanal veröffentlicht. Die neue Hauptversion bringt vor allem Änderungen rund um die Anmeldung, die Profilerstellung und den Umgang mit gespeicherten Zugangsdaten. Dazu kommen technische Anpassungen, die vor allem Webseitenbetreiber und Unternehmen betreffen. Für Privatanwender fällt besonders auf, dass Microsoft die Anmeldung mit einem Google-Konto erweitert. Im Folgenden erfahren Sie, welche Neuerungen im Alltag wichtig sind und welche Änderungen eher im Hintergrund wirken.

Edge 154 erscheint als reguläres Stable-Update

Microsoft verteilt Edge 154 seit dem 24. September 2026 als stabile Hauptversion. Die konkrete Stable-Version trägt die Nummer 154.0.4258.37. Damit folgt der Browser dem inzwischen verkürzten Veröffentlichungsrhythmus, bei dem neue Hauptversionen in engeren Abständen erscheinen. Für Sie bedeutet das vor allem, dass funktionale Änderungen häufiger in kleineren Paketen eintreffen können. Browser Edge 154.0 ist deshalb kein grundlegender Umbau, sondern ein Update mit mehreren gezielten Verbesserungen.

Microsoft nennt als Schwerpunkte die Einrichtung von Profilen, neue Anmeldeoptionen und zusätzliche Funktionen für gespeicherte Zugangsdaten. Parallel dazu wurden technische Webstandards und Richtlinien angepasst. Solche Änderungen sind im Alltag nicht immer sofort sichtbar, können aber beeinflussen, wie Webseiten reagieren oder wie Unternehmen Edge verwalten.

Wie üblich verteilt Microsoft neue Versionen über die integrierte Update-Funktion. Welche Version installiert ist, können Sie in den Edge-Einstellungen unter „Hilfe und Feedback“ und anschließend „Infos zu Microsoft Edge“ kontrollieren.

Anmeldung mit einem Google-Konto wird möglich

Eine der auffälligsten Neuerungen von Browser Edge 154.0 ist die Anmeldung mit einem Google-Konto. Microsoft erlaubt damit auf Windows- und macOS-Geräten neben Microsoft-Konten nun auch Google-Konten für die Anmeldung am Browser. Ein Apple-Konto war bereits zuvor als weitere Möglichkeit hinzugekommen. Die neue Option richtet sich an Menschen, die Edge verwenden möchten, aber für ihre persönliche Anmeldung lieber ein bestehendes Konto eines anderen Anbieters nutzen. Sie finden die verfügbaren Anmeldewege im Profilmenü beziehungsweise auf der Anmeldeseite von Edge.

In verwalteten Umgebungen behalten Administratoren die Kontrolle: Über die Richtlinie „NonMicrosoftAccountSignInEnabled“ lässt sich die Anmeldung mit Konten außerhalb des Microsoft-Ökosystems abschalten. Microsoft unterstützt diese Richtlinie unter Windows und macOS, nicht jedoch unter Android oder iOS.

Für Privatanwender ist die Neuerung optional. Sie müssen also weder ein Google-Konto verwenden noch Ihre bisherige Anmeldung ändern, wenn Sie mit Ihrem bestehenden Edge-Profil zufrieden sind.

Einfacherer Abbruch bei der Einrichtung neuer Profile

Microsoft hat außerdem die Ersteinrichtung neuer Profile überarbeitet. Wenn Sie beim ersten Start oder beim Anlegen eines neuen Profils in die Einrichtungsansicht gelangen, sehen Sie nun oben rechts eine Schaltfläche zum Schließen. Damit können Sie den Vorgang abbrechen, ohne die Einrichtung vollständig durchlaufen zu müssen. Entscheidend ist dabei ein Detail im Hintergrund: Wird die Einrichtung abgebrochen, entfernt Edge das unvollständige Profil automatisch. Dadurch sollen keine leeren oder nur teilweise eingerichteten Profile zurückbleiben. Das kann besonders auf gemeinsam genutzten Rechnern oder auf Geräten hilfreich sein, auf denen mehrere Personen unterschiedliche Browserprofile verwenden.

Die Änderung klingt klein, verbessert aber die Nachvollziehbarkeit der Profilverwaltung. Sie müssen nach einem versehentlich begonnenen Einrichtungsprozess nicht erst in den Einstellungen nach einem unnötigen Profil suchen und es manuell löschen.

Gespeicherte Zugangsdaten lassen sich schneller aufrufen

Auch beim Zugriff auf gespeicherte Zugangsdaten erweitert Microsoft die Bedienmöglichkeiten. Das Schlüsselsymbol in der Adressleiste kann jetzt ein ausführlicheres Fenster zu einem gespeicherten Login öffnen. Dort können Sie unter anderem den Benutzernamen kopieren, das gespeicherte Kennwort anzeigen und kopieren sowie eigene Notizen zu einem Zugang hinterlegen. Solche Notizen eignen sich beispielsweise für Hinweise zum Zweck eines Kontos, zu Wiederherstellungsinformationen oder zu Sicherheitsfragen. Der Vorteil besteht vor allem darin, dass Sie für diese Aufgaben nicht jedes Mal die vollständigen Einstellungen oder den Passwort-Manager öffnen müssen.

Browser Edge 154.0 rückt damit häufig benötigte Informationen näher an die Stelle, an der Sie sich auf einer Webseite anmelden. Gleichzeitig sollten Sie bei gemeinsam verwendeten Geräten weiterhin darauf achten, wer Zugriff auf Ihr Benutzerkonto und damit auf gespeicherte Anmeldedaten hat. Die eigentliche Passwortverwaltung bleibt bestehen; Microsoft ergänzt vor allem einen schnelleren Zugriff auf einzelne Einträge.

Änderungen an Webtechniken wirken vor allem im Hintergrund

Ein Teil der Änderungen richtet sich vor allem an Entwickler, wirkt sich aber mittelbar auf die Nutzung von Webseiten aus. Edge 154 erweitert mehrere Webtechniken aus den Bereichen CSS, HTML und Web-APIs. Dazu gehört eine flexiblere Größenanpassung eingebetteter Inhalte wie iFrames. Außerdem verbessert Microsoft das Verhalten von Dialogfenstern und Pop-ups: Ein Scrollen auf einem Touchscreen oder ein Rechtsklick soll solche Elemente nicht mehr versehentlich schließen. Bei WebSockets, Hintergrunddownloads und JavaScript kommen ebenfalls neue oder angepasste Schnittstellen hinzu.

Wichtig ist zudem die schrittweise Abkehr vom sogenannten „unload“-Ereignis, das Webseiten beim Verlassen einer Seite auslösen können. In Edge 154 wird dieser Mechanismus bei einem größeren Anteil der Seitenaufrufe standardmäßig nicht mehr ausgeführt, sofern die Webseite ihn nicht ausdrücklich zulässt. Microsoft begründet den Schritt unter anderem damit, dass modernere Lebenszyklus-Techniken zuverlässiger sind und den Zurück- und Vorwärts-Cache weniger beeinträchtigen.

Änderungen für Unternehmen und verwaltete Geräte

Für Unternehmen enthält die Version noch eine weitere relevante Umstellung. Microsoft beendet in Edge schrittweise die verbliebenen Codepfade für Windows Information Protection und Microsoft Defender Application Guard. Beide Technologien hatte Microsoft bereits auf Betriebssystemebene ausgemustert; unter Windows 11 Version 24H2 stehen sie nicht mehr zur Verfügung. Betroffen sind deshalb vor allem Organisationen, die diese Funktionen zuvor ausdrücklich in Edge konfiguriert haben. Für typische private Installationen ändert sich dadurch nichts. Microsoft verweist Unternehmen stattdessen auf aktuelle Schutzmechanismen wie Microsoft Purview, Data-Loss-Prevention-Funktionen, SmartScreen, den erweiterten Sicherheitsmodus und die in Edge integrierte Hardwareisolierung.

Der Schritt zeigt, dass Browser Edge 154.0 neben sichtbaren Komfortfunktionen auch technische Altlasten abbaut. Wenn Sie Edge in einer Firmenumgebung betreiben oder betreuen, sollten Sie deshalb nicht nur die sichtbaren Neuerungen prüfen, sondern auch bestehende Gruppenrichtlinien und Sicherheitskonzepte darauf kontrollieren, ob sie noch auf ältere Schutzfunktionen angewiesen sind.

Daniel Rottländer

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