Alten Drucker WLAN-fähig machen: Die besten Methoden im Überblick
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Nicht jeder Drucker verfügt über eine WLAN-Funktion. Trotzdem müssen Sie ein älteres Gerät nicht gleich ersetzen, wenn Sie von mehreren Computern aus drucken möchten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Drucker ohne WLAN in Ihr Heimnetzwerk einzubinden. Je nach Ausstattung können Sie dafür Ihren Router, ein Netzwerkkabel, einen Computer oder einen zusätzlichen Printserver nutzen. Wir erklären Ihnen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, wie die einzelnen Methoden funktionieren und worauf Sie bei der Einrichtung achten sollten.
Auch wenn Ihr Drucker keine eigene WLAN-Funktion besitzt, können Sie ihn häufig über das Netzwerk verwenden. Entscheidend ist, welche Anschlüsse das Gerät bietet und welche Funktionen Ihr Router unterstützt. Viele ältere Drucker verfügen beispielsweise über einen USB-Anschluss. Darüber lassen sie sich mit einem Computer oder einem geeigneten Router verbinden. Andere Modelle besitzen einen LAN-Anschluss, über den sie direkt mit dem Heimnetzwerk kommunizieren können.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen einer direkten WLAN-Verbindung und der Nutzung über ein Netzwerk. Ein Drucker muss nicht selbst über WLAN funken, damit Sie von einem Laptop aus kabellos drucken können. Es reicht aus, wenn der Drucker auf einem anderen Weg mit Ihrem Heimnetzwerk verbunden ist. Ihr Laptop übermittelt den Druckauftrag dann über das WLAN an den Router. Von dort gelangt er zum Drucker.
Welche Lösung für Sie infrage kommt, hängt vor allem von der Ausstattung Ihres Druckers ab. Prüfen Sie deshalb zunächst die vorhandenen Anschlüsse und die Bedienungsanleitung. Achten Sie außerdem darauf, ob für Ihr Betriebssystem passende Druckertreiber verfügbar sind. So finden Sie heraus, welche Verbindungsmöglichkeiten Ihr Gerät unterstützt und ob es sich weiterhin verwenden lässt.
Besitzt Ihr Drucker einen LAN-Anschluss, können Sie ihn besonders einfach in Ihr Netzwerk einbinden. Der LAN-Anschluss sieht aus wie eine etwas breitere Telefonbuchse. Er ermöglicht die Datenübertragung über ein Netzwerkkabel, das auch als Ethernet-Kabel bezeichnet wird. Für diese Methode benötigen Sie lediglich ein passendes Kabel und einen freien LAN-Anschluss an Ihrem Router.
Verbinden Sie zunächst den Drucker mit dem Router und schalten Sie beide Geräte ein. In vielen Heimnetzwerken erhält der Drucker automatisch eine IP-Adresse vom DHCP-Server des Routers. Voraussetzung ist, dass der Drucker für den automatischen Bezug der Netzwerkeinstellungen eingerichtet ist. Alternativ lässt sich bei manchen Geräten eine feste IP-Adresse vergeben. Über diese Adresse kann der Drucker innerhalb des Netzwerks angesprochen werden.
Anschließend müssen Sie den Drucker auf Ihrem Computer hinzufügen. Unter Windows 11 öffnen Sie dazu die Einstellungen und wählen „Bluetooth & Geräte“ sowie „Drucker & Scanner“. Klicken Sie auf „Gerät hinzufügen“ und wählen Sie Ihren Drucker aus. Wird er nicht angezeigt, können Sie ihn häufig über seine IP-Adresse manuell einrichten.
Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass der Drucker unabhängig von einem eingeschalteten Computer erreichbar ist. Außerdem können Sie weiterhin drahtlos von Ihrem Laptop drucken, sofern dieser mit demselben Heimnetzwerk verbunden ist.
Viele Drucker ohne WLAN besitzen ausschließlich einen USB-Anschluss. Wenn Ihr Router über eine passende USB-Buchse und eine Druckerfreigabefunktion verfügt, können Sie das Gerät möglicherweise direkt darüber ins Netzwerk einbinden. Bei einigen FRITZ!Box-Modellen ist dies beispielsweise möglich. Allerdings unterstützt nicht jeder Router diese Funktion. Prüfen Sie deshalb vorab die Angaben des Herstellers.
Verbinden Sie den eingeschalteten Drucker zunächst mit einem USB-Kabel mit dem Router. Öffnen Sie anschließend die Benutzeroberfläche Ihres Routers im Browser. Dort finden Sie je nach Modell Einstellungen für angeschlossene USB-Geräte oder Netzwerkdrucker. Aktivieren beziehungsweise konfigurieren Sie die entsprechende Druckerfunktion, falls dies erforderlich ist.
Danach richten Sie den Drucker auf Ihrem Computer ein. Gegebenenfalls müssen Sie dazu die Netzwerkadresse des Routers eingeben, den passenden Anschluss konfigurieren und den geeigneten Druckertreiber installieren.
Beachten Sie, dass diese Verbindung nicht mit jedem Druckermodell funktioniert. Bei FRITZ!Boxen muss der Drucker beispielsweise für den Betrieb als Netzwerkdrucker eine unidirektionale RAW-Datenübertragung unterstützen. Einige ältere GDI-Drucker erfüllen diese Voraussetzung nicht. Je nach Router müssen außerdem bestimmte USB-Einstellungen angepasst werden. Bei einer FRITZ!Box darf beispielsweise der USB-Fernanschluss für den Drucker nicht aktiviert sein, wenn dieser über die Netzwerkdruckerfunktion verwendet werden soll.
Auch Zusatzfunktionen wie Scannen, Faxen oder die Anzeige des Tintenfüllstands können eingeschränkt sein. Für einfache Druckaufträge ist diese Methode bei kompatiblen Geräten jedoch eine praktische Lösung.
Wenn Ihr Router keine geeignete Druckerfunktion besitzt, können Sie Ihren Drucker auch über einen Computer im Netzwerk freigeben. Diese Möglichkeit eignet sich besonders dann, wenn das Gerät bereits über ein USB-Kabel mit Ihrem PC verbunden ist. Der Computer übernimmt in diesem Fall die Weiterleitung der Druckaufträge.
Stellen Sie zunächst sicher, dass der Drucker angeschlossen, installiert und betriebsbereit ist. Unter Windows 11 öffnen Sie anschließend die Einstellungen und wechseln zu „Bluetooth & Geräte“ und „Drucker & Scanner“. Wählen Sie Ihren Drucker aus und öffnen Sie die Druckereigenschaften. Auf der Registerkarte „Freigabe“ können Sie die Option „Diesen Drucker freigeben“ aktivieren. Falls die Freigabeoptionen nicht bearbeitet werden können, müssen Sie gegebenenfalls zunächst auf „Freigabeoptionen ändern“ klicken.
Zusätzlich müssen die Netzwerkerkennung und die Datei- und Druckerfreigabe für Ihr privates Heimnetzwerk eingeschaltet sein. Achten Sie darauf, dass das Netzwerkprofil unter Windows auf „Privat“ eingestellt ist. Auf einem zweiten Computer können Sie anschließend nach dem freigegebenen Drucker suchen und ihn hinzufügen.
Ein Nachteil dieser Lösung ist, dass der Computer, an dem der Drucker angeschlossen ist, eingeschaltet und erreichbar bleiben muss. Sobald Sie ihn herunterfahren, können andere Geräte nicht mehr über ihn drucken.
Eine weitere Möglichkeit bietet ein sogenannter Printserver. Dabei handelt es sich um ein kleines Gerät, das Druckaufträge aus dem Netzwerk entgegennimmt und an einen angeschlossenen Drucker weiterleitet. Ein externer Printserver ist vor allem dann interessant, wenn Ihr Drucker nur einen USB-Anschluss besitzt und Sie ihn nicht dauerhaft mit einem Computer verbinden möchten.
Für die Einrichtung schließen Sie den Drucker über ein USB-Kabel an den Printserver an. Anschließend verbinden Sie den Printserver je nach Modell per LAN-Kabel oder WLAN mit Ihrem Router. Danach richten Sie den Drucker auf den gewünschten Computern ein. Die dafür notwendigen Schritte finden Sie in der Anleitung des Printservers.
Achten Sie vor dem Kauf darauf, dass der Printserver Ihr Druckermodell und das verwendete Betriebssystem unterstützt. Nicht jedes Gerät arbeitet mit jedem Drucker zusammen. Besonders bei älteren Druckern oder Multifunktionsgeräten kann es Einschränkungen geben.
Ein Printserver macht Ihren vorhandenen Drucker zwar über das Netzwerk erreichbar, erweitert aber nicht automatisch dessen technische Fähigkeiten. Ob Sie zusätzlich scannen oder den Gerätestatus abrufen können, hängt von der jeweiligen Kombination aus Drucker und Printserver ab.
Wenn Ihr Drucker nach der Einrichtung nicht angezeigt wird, liegt das nicht zwangsläufig an einem technischen Defekt. Häufig verhindern falsche Einstellungen oder Verbindungsprobleme die Kommunikation zwischen den Geräten.
Überprüfen Sie zunächst, ob der Drucker eingeschaltet und korrekt mit dem Router, Computer oder Printserver verbunden ist. Kontrollieren Sie bei einer LAN-Verbindung, ob das Netzwerkkabel fest sitzt. Bei einer USB-Verbindung sollten Sie sicherstellen, dass das Kabel funktioniert und der Anschluss unterstützt wird.
Prüfen Sie anschließend, ob sich Ihr Computer und der Drucker im selben Heimnetzwerk befinden beziehungsweise aus dem jeweiligen Netzwerk erreichbar sind. Einige Gastnetzwerke verhindern beispielsweise, dass angeschlossene Geräte miteinander kommunizieren können. Auch Sicherheitseinstellungen oder eine Firewall können die Druckerfreigabe blockieren.
Wird ein direkt mit dem Netzwerk verbundener Drucker weiterhin nicht erkannt, können Sie versuchen, ihn manuell über seine IP-Adresse hinzuzufügen. Bei einem USB-Drucker, der über einen Router oder Printserver eingebunden ist, benötigen Sie dagegen die Netzwerkadresse und die passenden Verbindungseinstellungen dieses Geräts. Bei einem über Windows freigegebenen Drucker verwenden Sie möglicherweise stattdessen den Computernamen und den Freigabenamen des Druckers.
Kontrollieren Sie außerdem, ob der richtige Druckertreiber installiert ist und Ihr Betriebssystem den Drucker unterstützt. Gerade bei älteren Modellen stehen möglicherweise keine aktuellen Herstellertreiber mehr zur Verfügung. Ein Neustart des Druckers, Routers und Computers kann ebenfalls helfen. Führt keine dieser Maßnahmen zum Erfolg, prüfen Sie die Herstellerinformationen auf bekannte Kompatibilitätsprobleme.
Ein Drucker ohne WLAN muss nicht zwangsläufig auf einen einzelnen Computer beschränkt bleiben. Mit der passenden Verbindung können Sie viele ältere Geräte weiterhin im Heimnetzwerk verwenden. Besonders einfach funktioniert dies, wenn Ihr Drucker über einen LAN-Anschluss verfügt. In diesem Fall reicht meist ein Netzwerkkabel, um ihn direkt mit dem Router zu verbinden.
Bei einem reinen USB-Drucker kommen dagegen die Verbindung über einen geeigneten Router, die Druckerfreigabe am Computer oder ein externer Printserver infrage. Jede Methode bietet unterschiedliche Vorteile. Während die Freigabe über einen Computer ohne zusätzliche Netzwerkhardware auskommt, ermöglicht ein kompatibler Printserver eine Nutzung unabhängig vom PC.
Prüfen Sie vor der Einrichtung immer, welche Funktionen Ihr Drucker und Ihr Router unterstützen und ob geeignete Treiber für Ihr Betriebssystem verfügbar sind. Das gilt insbesondere für ältere Geräte, Multifunktionsdrucker und das Drucken vom Smartphone.
Mit der richtigen Lösung können Sie einen vorhandenen Drucker ohne WLAN weiterverwenden und von mehreren Geräten aus darauf zugreifen. Dadurch sparen Sie sich unter Umständen die Anschaffung eines neuen Druckers und verlängern die Nutzungsdauer Ihres bisherigen Geräts.
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