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Parallels Desktop 27 – das erwartet Sie in der aktuellen Version

by Daniel Rottländer
Parallels Desktop 27 Neuerungen – was die neue Version bietet

Parallels Desktop 27 Neuerungen – was die neue Version bietet

Mit Parallels Desktop 27 richtet der Hersteller seine Virtualisierungslösung stärker auf aktuelle Apple-Silicon-Macs und anspruchsvollere Windows-Anwendungen aus. Die Parallels Desktop 27 Neuerungen betreffen vor allem Grafik, KI-Berechnungen, Linux-Unterstützung, Sicherheit und die Abkehr von älteren Mac-Techniken. Zu den wichtigsten Parallels Desktop 27 Features gehören ein neuer OpenGL-Treiber und eine bessere Nutzung moderner Apple-Chips. Was genau ist Neu in Parallels Desktop 27, und welche Unterschiede gibt es zwischen Standard und Pro? Die folgenden Abschnitte ordnen die Änderungen verständlich ein.

Apple Silicon wird mit Parallels Desktop 27 zur Voraussetzung

Die deutlichste technische Zäsur betrifft die unterstützte Mac-Hardware. Parallels Desktop 27 wurde als native Anwendung für Apple Silicon entwickelt und läuft nicht mehr auf Intel-Macs. Wenn Sie noch einen Mac mit Intel-Prozessor verwenden, bleiben Sie daher bei Parallels Desktop 26, für das Parallels weiterhin Sicherheits- und Kompatibilitätsupdates vorsieht. Gleichzeitig unterstützt Version 27 macOS 27 „Golden Gate“.

Ebenfalls entfallen sind mehrere ältere Funktionen. Dazu gehören die Boot-Camp-Unterstützung, der Reisemodus und die Möglichkeit, Bluetooth-Geräte direkt über die bisherige gemeinsame Bluetooth-Funktion an eine virtuelle Maschine durchzureichen. Mit dem Mac verbundene Tastaturen, Mäuse oder Controller können grundsätzlich weiter genutzt werden; für eine direkte Verbindung zur VM nennt Parallels einen USB-Bluetooth-Adapter als Ausweichmöglichkeit. Auch macOS Ventura 13 gehört nicht mehr zu den unterstützten Host-Systemen.

Diese Parallels Desktop 27 Neuerungen zeigen, dass sich die Entwicklung klar auf aktuelle Apple-Silicon-Systeme konzentriert.

Parallels Desktop 27 Features: OpenGL 4.3 verbessert die Grafikunterstützung

Eine der technisch wichtigsten Änderungen betrifft die Darstellung von 3D-Grafik in virtuellen Windows-Systemen. Parallels Desktop 27 verwendet für Windows 11 auf Apple Silicon einen überarbeiteten OpenGL-Treiber, der auf Apples Metal-Schnittstelle aufsetzt und nun OpenGL 4.3 statt OpenGL 4.1 unterstützt. Dadurch können Programme, die mindestens OpenGL 4.3 voraussetzen, besser in einer virtuellen Windows-Umgebung arbeiten. Parallels nennt als Beispiele unter anderem ArcGIS Pro und ZWCAD. In eigenen Tests des Herstellers liefen bestimmte OpenGL-Arbeitslasten auf Macs mit M3 oder neuer bis zu 2,6-mal schneller. Bei ausgewählten ArcGIS-Pro-Aufgaben wurden ebenfalls deutliche Verbesserungen gemessen. Solche Werte sollten Sie jedoch als herstellerspezifische Tests verstehen, nicht als garantierte Beschleunigung für jede Anwendung.

Zu den Parallels Desktop 27 Features gehört die 3D-Beschleunigung grundsätzlich auch in der Standard Edition. Den neuen, Metal-basierten OpenGL-4.3-Treiber und die damit beworbenen Leistungsverbesserungen ordnet Parallels in seiner aktuellen Produktübersicht jedoch der Pro Edition zu. Die Pro Edition ist zudem stärker auf grafik- und rechenintensive Anwendungen ausgelegt und erlaubt deutlich mehr virtuelle Hardware-Ressourcen.

Neu in Parallels Desktop 27: Beschleunigung für KI-Berechnungen

Auch bei KI- und Machine-Learning-Aufgaben nutzt Parallels die Möglichkeiten neuerer Apple-Chips stärker. Virtuelle Windows- und Linux-Systeme können in Parallels Desktop 27 die Scalable Matrix Extension, kurz SME, von Apple-Chips der M4-Generation oder neuer nutzen. Diese CPU-Funktion beschleunigt bestimmte Matrixberechnungen, die bei lokaler KI-Inferenz und anderen rechenintensiven Verfahren häufig vorkommen. Parallels meldet für eigene Tests in einer Ubuntu-VM auf einem M4-Pro-Mac bis zu siebenmal schnellere Matrixoperationen und bis zu 1,75-mal schnellere neuronale Inferenz. Auch hier hängt das Ergebnis stark von Software, Modell, VM-Konfiguration und verwendeter Hardware ab.

Neu in Parallels Desktop 27 ist damit vor allem die technische Grundlage für solche Workloads. Für typische Office-Programme spielt sie kaum eine Rolle. Wer dagegen lokale KI-Modelle testet, mit Werkzeugen wie Ollama oder llama.cpp arbeitet oder Linux-Entwicklungsumgebungen nutzt, kann von der Neuerung profitieren. Parallels ordnet die speziell beworbene KI- und Machine-Learning-Beschleunigung für solche Linux-Workloads derzeit der Pro Edition zu. Diese ist für entsprechende Szenarien zusätzlich relevant, weil sie mehr CPU-, RAM- und Entwicklungsfunktionen bereitstellt.

Parallels Desktop 27 Standard für alltägliche Windows-Anwendungen

Parallels Desktop 27 Standard richtet sich vor allem an Anwenderinnen und Anwender, die Windows-Programme auf dem Mac für alltägliche Aufgaben benötigen. Dazu zählen beispielsweise Microsoft Office und Access, branchenspezifische Verwaltungssoftware, Lernprogramme oder ältere Windows-Anwendungen ohne macOS-Version. Sie können Windows und macOS parallel verwenden, Dateien zwischen beiden Umgebungen austauschen und Windows-Anwendungen in den Mac-Arbeitsablauf einbinden. Die Standard Edition unterstützt laut aktueller Produktübersicht bis zu 8 GB virtuellen Arbeitsspeicher und bis zu vier virtuelle CPUs pro virtueller Maschine. Das reicht für viele Büro- und Standardanwendungen aus, setzt bei großen Datenmengen, aufwendiger 3D-Software oder mehreren gleichzeitig laufenden VMs aber klare Grenzen.

Zu den Parallels Desktop 27 Features der Standard Edition zählen außerdem die Unterstützung aktueller Windows- und Linux-Systeme sowie die grundlegende DirectX- und OpenGL-Beschleunigung. Für Sie kommt Standard vor allem infrage, wenn Windows ein zusätzliches Werkzeug auf dem Mac ist und nicht die zentrale Entwicklungs- oder Rechenumgebung.

Parallels Desktop 27 Pro bietet mehr Ressourcen und Entwicklerwerkzeuge

Parallels Desktop 27 Pro baut auf der Standard Edition auf und ergänzt Funktionen für Entwickler, technische Fachanwender und Personen, die virtuelle Maschinen intensiver einsetzen. Der wichtigste praktische Unterschied liegt bei den Ressourcen und Verwaltungswerkzeugen. Während Standard pro virtueller Maschine auf 8 GB virtuellen Arbeitsspeicher und vier virtuelle CPUs begrenzt ist, kann Pro auf Apple-Silicon-Macs je nach Hardware deutlich mehr Ressourcen bereitstellen. Parallels nennt dafür derzeit bis zu 62 GB virtuellen RAM und bis zu 18 virtuelle CPUs pro VM. Hinzu kommen Kommandozeilenwerkzeuge, erweiterte Netzwerkeinstellungen, Entwicklerfunktionen und bessere Möglichkeiten, mehrere virtuelle Maschinen für Tests und Entwicklungsaufgaben zu verwalten. Das ist beispielsweise hilfreich, wenn Sie Software in verschiedenen Systemumgebungen prüfen, automatisierte Abläufe aufbauen oder ressourcenintensive Fachprogramme nutzen. Auch die neuen Grafik- und KI-Verbesserungen passen besonders zu dieser Zielgruppe.

Neu in Parallels Desktop 27: Linux, Sicherheit und laufende Fehlerkorrekturen

Neben Windows verbessert Version 27 auch die Arbeit mit Linux-Gastsystemen. Direkt unterstützt werden unter anderem Ubuntu 26.04 LTS, Fedora 44, Debian 13.6 und Kali Linux 2026.2. Für Ubuntu-Arm-VMs ohne grafische Oberfläche lassen sich die Parallels Tools nun über die Kommandozeile aktualisieren. Außerdem hat Parallels den Dienst für gemeinsam genutzte Ordner auf eine modernere FUSE-Version umgestellt, was die Stabilität und Kompatibilität mit aktuellen Linux-Distributionen verbessern soll. Neu in Parallels Desktop 27 sind zugleich mehrere sicherheitsrelevante Korrekturen im virtuellen Netzwerk, bei der virtuellen Grafikverarbeitung und im VirtIO-Bereich.

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